Spendenbitte: Blick vom Babelsberg soll wieder frisch erstrahlen

Dem Förderverein des Potsdam-Museums ist vor einigen Wochen der Ankauf eines wertvollen großfomatigen Potsdam-Gemäldes gelungen. Es zeigt die Stadt um das Jahr 1860, wie sie sich dem Spaziergänger damals vom Babelsberg aus präsentierte. Standort des Betrachters ist vermutlich die Anhöhe unterhalb des damals noch nicht existierenden Flatowturms im heutigen Park Babelsberg.

Unbekannter Künstler: Blick auf Potsdam vom Babelsberg um 1860, Öl auf Leinwand, 88,0 x 110,0 cm. Die Potsdamvedute ist im Zustand vor der Bearbeitung stark durch vergilbte Firnisüberzüge und Übermalungen beeinträchtigt. Foto: Oliver Max Wenske

Der Blick geht über die Havel auf die zentrale Stadtsilhouette mit ihren markanten Bauten und reicht links vom Brauhausberg mit dem Belvedere bis zur Leibgarde-Husaren-Kaserne am rechten Bildrand. Die Zuordnung einzelner in die Landschaft gestreuter Gebäude harrt noch einer Recherche. Zahlreiche Staffagefiguren beleben die Szenerie im spätbiedermeierlichen Stil.

Entstanden ist das Gemälde nach einer Lithografie, von der ein Abzug zum Sammlungsbestand des Potsdam Museum gehört. Zahlreiche Details des Bildes sind von diesem grafischen Vorbild übernommen und von der Linie in die malerische Fläche übersetzt worden. „Die bereits ausgeführte Entrestaurierung des Gemäldes legt nahe, dass das Gemälde von einem bisher noch unbekannten Koloristen grafischer Blätter um 1860, kurz nach der Entstehung der lithografischen Vorlage vermutlich zu Übungszwecken ausgeführt wurde.“, so der Museumskonservator und Restaurator Oliver Max Wenske.

Eine Vorstellung von der ursprünglichen malerischen Qualität zeigen bereits fotografische Aufnahmen während der Freilegung der originalen Malschicht nach der Entfernung vergilbter Firnisschichten und großflächiger farbveränderter Übermalungen. Foto: Oliver Max Wenske

Dieses historisch bemerkenswerte Objekt soll nach der Restaurierung als Schenkung an das Potsdam Museum übergeben werden und den Objektbestand im Schnittpunkt von der Grafik zum Gemälde bereichern.

Bis dahin sind an diesem Gemälde jedoch noch umfangreiche restauratorische Maßnahmen notwendig für deren Realisierung um eine Spende in einer Größenordnung von insgesamt 3.000 € gebeten wird, mit der auch die bisher schon erfolgten Arbeiten finanziert werden sollen.

Unterstützt haben diese Kampagne mit einer Spende bisher:

  • Maike Dencker, Potsdam
  • Johannes Heinen, Potsdam
  • Kerstin Walter, Potsdam
  • Familie Freitag, Potsdam
  • Maria Schultz, Potsdam
  • 19 weitere private Spenderinnen und Spender
Spendenkonto:
Förderverein des Potsdam-Museums e.V.
Mittelbrandenburgische Sparkasse
IBAN: DE 3016 0500 0035 0301 6596 • BIC: WELADED1PMB
Verwendungszweck: Potsdam-Ansicht / Adresse des Spenders für Spendenbescheinigung