Förderverein nimmt zu Umzugsplänen Stellung

Der Förderverein des Potsdam-Museums hat sich besorgt zu den Plänen der Stadtverwaltung für einen Umzug der gesamten Museumsbestände in ein bisher unbekanntes Zwischendepot geäußert.

„Wir haben die große Befürchtung, dass das Zwischendepot dann die endgültige Lösung für das wertvolle historische und künstlerische Gedächtnis der Stadt darstellen könnte.“, so der Vereinsvorsitzende Markus Wicke in einer Stellungnahme. „Wir fordern daher von der Stadtverwaltung eine Garantie, dass die Museumsobjekte aus dem Zwischendepot dann auch tatsächlich in das geplante Zentraldepot überführt werden.“, so Wicke weiter.

Darüber hinaus macht aus Sicht des Vereins ein Umzug in ein Zwischendepot nur dann Sinn, wenn der neue Standort in Punkto Klimatisierung, Brandschutz und Sicherheit eine deutliche Verbesserung zu den jetzigen Lagerungsbedingungen bedeutet und der Umzug gleichzeitig mit einer Generalinventarisierung aller Objekte verbunden ist. „Wir fordern daher, dass das fachkompetente Museumspersonal sowohl bei der Auswahl des Zwischendepots als auch der Wahl eines professionellen Umzugslogistikers mit Museumserfahrung beteiligt wird, denn aus eigener personeller Kraft wird das Museum diese Aufgabe nicht stemmen können“, so der Vereinsvorsitzende.

„Ein Museumsdepot zieht man nicht mal eben so um, wir befürchten aus den bisherigen Erfahrungen, dass die Stadtverwaltung diese Aufgabe komplett unterschätzt“. Man werde daher die weitere Entwicklung aus Sicht der im Verein organisierten Bürgerschaft sehr genau beobachten. „Das Museumsdepot ist unsere Schatzkammer, und wir möchten, dass man mit unseren Schätzen ordentlich umgeht, für deren Sammlung, Präsentation und Erhaltung wir uns in den zurückliegenden Jahrzehnten mit großem bürgerlichen und finanziellen Engagement stark eingesetzt haben.“ so Wicke abschließend.

Hagemeister, Heisig und die DDR in Farbe

Förderverein des Potsdam Museums zieht positive Jahresbilanz und stellt Projekte für 2021 vor

„Mit über 41.000 Euro Einnahmen und wertvollen Neuerwerbungen haben wir trotz negativer Rahmenbedingungen auch 2020 ein sehr gutes Vereinsergebnis erzielt“, so die Jahresbilanz des Vorsitzenden Markus Wicke. „Der Höhepunkt war sicher die Förderung der Sonderausstellung zu Leben und Werk von Karl Hagemeister, die – trotz Unterbrechung – mit über 19.000 Gästen als erfolgreichste Schau des Potsdam Museums seit dem Umzug ins Alte Rathaus gelten kann“, so Wicke weiter. Der Förderverein des Potsdam Museums hatte diese Ausstellung seit 2016 mit über 40.000 Euro unterstützt, die durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Museumsshop-Einnahmen finanziert wurden.

Karl Hagemeister: Uferlandschaft [Schilfufer], 1900 Öl auf Leinwand, 71 x 116 cm I Potsdam Museum, Forum für Kunst und Geschichte

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Max Baurs Alpenveilchen unter dem Weihnachtsbaum?

Dem Förderverein wurde kurz vor Weihnachten ein besonderes Einzelstück des deutschlandweit bekannten Potsdamer Fotografen Max Baur angeboten. Es handelt sich dabei um das großformatige, original gerahmte Foto von „Cyclame rosa gefranst“, das er offenbar als Auftragsarbeit für die Potsdamer Firma Winkelmann Gartenbau herstellte.

Max Baur: Cyclame, rosa gefranst. Winkelmann Gartenbau Potsdam
(C) Lichtbild-Archiv Max Baur, Besitz: Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte

Die Firma Winkelmann, die laut einem Adressbuch von 1949 ihren Betriebssitz in der Berliner Str. 126 hatte, war spezialisiert auf die Zucht von Cyclamen, die auch besser unter dem Namen Alpenveilchen bekannt sind.

Für den Ankauf werden Spenden in Höhe von insgesamt 380 Euro benötigt. Über eine Unterstützung würden wir uns freuen.

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Demo-Transparent von 1989 geht als Schenkung ans Potsdam Museum

Horst Gürtler aus Stahnsdorf übergab unserem Kuratoriumsmitglied Susanne Fienhold Sheen Anfang Dezember 2020 in der Breiten Straße ein Transparent für das Potsdam Museum. Am 4.11.1989 trug er das Tuch mit der Aufschrift GEGEN KORRUPTION UND PRIVILEGIEN genau an dieser Stelle auf der Demonstration, auf der Tausende Potsdamer gegen die SED-Diktatur protestierten.

Unser Kuratoriumsmitglied Susanne Fienhold und Horst Gürtler bei der Übergabe (Foto: Judith Granzow)

 

30 Jahre lange bewahrte der das von ihm selbst beschriftete Tuch zuhause auf. Weiterlesen

Restaurierung für neues Bild von der Kellertorbrücke

Erneut ist dem Förderverein der Ankauf eines Gemäldes des bekannten Potsdamer Malers Max Koch gelungen. Ebenso wie der letzte Ankauf beim „Bares für Rares“ Händler David Suppes zeigt es wieder die zerstörte Potsdamer Kellertorbrücke. Dieses Mal ist jedoch die Perspektive anders: Im Hintergrund sieht man das frühere Offizierscasino der „Gardes du Corps“, und im Vordergrund ist ein Fischer mit einem Kahn zu sehen.

Das Bild und der originale Rahmen müssen dringend restauriert werden.

Für den Ankauf und die Restaurierung werden Spenden in Höhe von insgesamt 2.000 Euro benötigt. Über eine Unterstützung würden wir uns freuen.

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