Platz für Neues? – Das ist der Titel der nächsten Sonderausstellung im Potsdam Museum zu den städtebaulichen Visionen für den Alten Markt zwischen 1945 und 2025, auf die uns die beiden Kuratorinnen Wenke Nitz und Uta Kumlehn auf den ersten Seiten unseres aktuellen ATLAS-Magazins neugierig machen.
Platz für Neues – Das bietet das Museum auch unserem Verein immer wieder für eigene Projekte. Und so freuen wir uns schon auf die Ausstellung von Christopher Lehmpfuhl, der seit einigen Monaten für uns den Alten Markt aus verschiedenen Perspektiven malt. Wie es zu diesem Projekt kam und welche Bilder wir ab Ende Mai im Museum erwarten können, lesen Sie in der Titelstory.
Zur Vorbereitung der Ausstellung „Platz für Neues? Visionen für den Alten Markt 1945–2025“ (16.05.2026 – 25.10.2026 Potsdam Museum) sollen eine Reihe von historischen Sammlungsobjekten in einen ausstellungsfähigen Zustand versetzt werden.
Wir würden uns freuen, wenn Sie für eines oder mehrere Objekte spenden würden. Wir freuen uns auch natürlich auch über Teilbeträge.
Spendenkonto:
Förderverein des Potsdam-Museums e.V. Mittelbrandenburgische Sparkasse IBAN: DE 3016 0500 0035 0301 6596 BIC: WELADED1PMB Verwendungszweck: Restaurierung Alter Markt (ggf. Nr. Wunschobjekt) / Adresse des Spenders für Spendenbescheinigung
Otto Heinrich, Rummel vor der zerstörten Nikolaikirche in Potsdam, 1951, Aquarell auf Karton, 53 x 75 cm, Foto: Arbeitsfoto Potsdam Museum
Otto Heinrich (1891–1967) zog 1920 von Berlin nach Potsdam und machte seine neue Wahlheimat wie kaum ein anderer Künstler zu seinem Hauptmotiv. Mit leuchtenden Farben und lockerer Pinselführung fing er die unterschiedlichen Jahreszeiten Am Kanal, auf den Straßen und Plätzen der ehemaligen Residenzstadt ein. Beschwingt flanierende Menschen verleihen seinen Szenen eine heitere Lebendigkeit – selbst nach 1945 fand er nach einer kurzen Phase erdiger und grauer Töne zurück zu seiner bunten Vorkriegspalette. Das „neue“ Potsdam wurde jedoch nie sein Motiv.
In diesem Aquarell mit einem Blick von Westen auf einen Jahrmarkt an der Nikolaikirche zeigt Heinrich Hoffnung inmitten von Ruinen. Linkerhand ist die Fassade des Eckhauses Am Alten Markt 12 / Kaiserstraße zu erkennen; halb verdeckt von der Kirche das Alte Rathaus und der Obelisk. Viele Familien sind auf dem Weg zum Rummel. Fahnen flattern im Wind, während das kreisende Karussell die Bewegung des Vogelschwarms am Gerüst des Kuppeltambours aufnimmt. Das Blatt ist unten rechts signiert und auf August 1951 datiert.
Das Aquarell muss trockengereinigt und die vorderseitig angebrachten Klebebänder gelöst werden. Mehrere einlaufende Risse müssen geschlossen und retuschiert werden.
Benötigte Spendensumme: € 279,65
Davon bereits gespendet: 195 € (70 %)
Objekt 15 (BK-2023-136)
Wolfram Baumgardt, Begegnung am Alten Markt, 1985, Öl auf Leinwand, 130 x 110 cm, Foto: Arbeitsfoto Potsdam Museum
Der Titel des vor rund vierzig Jahren entstandenen Gemäldes von Wolfram Baumgardt (geb. 1941) führt gekonnt in die Irre. Hier findet keine Begegnung statt, vielmehr queren den Platz Passanten, die sich auf dem schachbrettartig gemusterten Plattenbelag kompositorisch nah sind, jedoch keine weiteren Berührungspunkte haben. Ein junger Mensch kommt den Betrachtenden entgegen, ohne sie wahrzunehmen. Mit entspanntem Blick, die Hände lässig in den Jackentaschen vergraben, kreuzt er unseren Weg Richtung Havel. Im Hintergrund sind das Institut für Lehrerbildung, Nikolaikirche, Obelisk und Altes Rathaus mit dahinterliegender Wohnbebauung zu erkennen. Einige Autos sind hinter der Brunnenanlage geparkt. Eigentlicher Star des Gemäldes und der Grund für den abgelenkten Blick der jungen Person im Bildvordergrund sind jedoch die von einem Band gefassten Kugelleuchten, besser bekannt als „Froschauge“ oder Fußgängerzonenleuchte (FZL), die mittlerweile aus dem Stadtbild verschwunden sind (freundliche Hinweise von Robert Leichsenring). Sie führen aus der oberen rechten Bildhälfte in die Tiefe des Raumes und scheinen den Weg auch daraus hinaus zu weisen.
2023 schenkte der Potsdamer Künstler Wolfram Baumgardt dem Potsdam Museum ein umfangreiches Konvolut an Gemälden und Zeichnungen. Im vergangenen Jahr veranstaltete der Förderverein des Potsdam-Museums e.V. auf Wunsch des Künstlers einen großzügigen Verkauf von Werken aus seinem Atelier zugunsten des Vereins.
Die benötigten Maßnahmen umfassen:
Reinigung des Objekts von lockerem Oberflächenschmutz
Abnahme der verfestigten Schmutzauflage von der Malschicht
Festigung von Malschichthebungen
Kittung von Verlusten in der Malschicht
Retusche der Kittungen
museumsgerechte Einrahmung
Benötigte Spendensumme 1.-6.: € 714,00
Davon bereits gespendet: 325 € (46 %)
7. Anfertigung eines einfachen Profilrahmens für das ungerahmte Gemälde
Benötigte Spendensumme Rahmen: € 595,00
Spendenkonto:
Förderverein des Potsdam-Museums e.V. Mittelbrandenburgische Sparkasse IBAN: DE 3016 0500 0035 0301 6596 BIC: WELADED1PMB Verwendungszweck: Restaurierung Alter Markt (ggf. Nr. Wunschobjekt) / Adresse des Spenders für Spendenbescheinigung
Liebe Freundinnen und Freunde des Potsdam-Museums,
wir möchten Sie herzliche um eine Spende für den Erwerb eines Gemäldes für die Sammlung des Potsdam Museum bitten. Über eine Unterstützung würden wir uns freuen!
Bereits gespendet: 1.420,00 € von 2.500 Euro (57 Prozent)
Spendenkonto:
Förderverein des Potsdam-Museums e.V. Mittelbrandenburgische Sparkasse IBAN: DE 3016 0500 0035 0301 6596 BIC: WELADED1PMB Verwendungszweck: Spende Gemälde 2025 / Adresse des Spenders für Spendenbescheinigung
Am 21.11.1955 schuf der Potsdamer Künstler Gerhardt Hadert (1901-1977), mit „Ruine des Stadtschlosses bei Nacht“ ein ergreifendes Gemälde, das heute in der Museums-Sammlung einen besonderen Platz einnimmt. Leider war das ungefirniste Kunstwerk durch eine auf der Malschicht verfestigte Schmutzschicht, zahlreiche Kratzer und Abriebe stark in seiner Erlebbarkeit beeinträchtigt und bisher nicht ausstellungsfähig.
Am 16. Mai 2026 eröffnet das Potsdam Museum die Ausstellung „Platz für Neues? Visionen für den Alten Markt 1945–2025„, bei der dieses Bild ausgestellt werden soll. Dafür waren konservatorische Maßnahmen wie eine lokale Malschichtkonservierung, die Entfernung der Schmutzauflage und die behutsame Retusche beschädigter Bereiche notwendig.
Wir freuen uns, dass unsere Spendenaktion für das Gemälde erfolgreich war! Wir danken vor allem den beiden Hauptspendern Manfred Kolb und Siegfried Jahn und weiteren privaten Unterstützerinnen und Unterstützern!
Seit dem Frühjahr 2025 widmete sich der Berliner Künstler Christopher Lehmpfuhl auf Einladung des Fördervereins des Potsdam-Museums ein ganzes Jahr lang dem Alten Markt. Aus verschiedenen Perspektiven und zu verschiedenen Jahreszeiten malte er einen der bekanntesten Plätze Deutschlands. Das Ergebnis dieses Arbeits-Zyklus – ca. 40 Ölbilder, Aquarelle, Grafiken und Leuchtkästen – wird vom 30.05.2026 bis 25.10.2026 in einer Ausstellung im Potsdam Museum direkt am Alten Markt zu sehen sein – parallel zu der geplanten Museums-Ausstellung „Platz für Neues? Visionen für den Alten Markt 1945-2025“.
Christopher Lehmpfuhl: Alter Markt im Mittagslicht, 2025, Öl auf Leinwand Foto: (C) Christopher Lehmpfuhl