Förderverein ermöglicht Erwerb bedeutender Zeugnisse der Potsdamer Glaskunst // Neues Highlight in der Ständigen Ausstellung
Zwölf barocke Gläser aus einer privaten Sammlung gehören seit kurzem zum Bestand des Potsdam Museums. Der Förderverein des Potsdam-Museums e.V. hat sechs der kostbaren Objekte aus der Sammlung des Ehepaars Hannelore und Lothar Franze erworben und dem Museum übergeben. Weitere Gläser aus der Sammlung konnte das Potsdam Museum direkt ankaufen. Damit wird ein bedeutendes Kapitel der Potsdamer Stadt- und Kulturgeschichte dauerhaft am historischen Entstehungsort bewahrt.
Förderverein des Potsdam-Museums eV.: Mittelbrandenburgische Sparkasse IBAN: DE 3016 0500 0035 0301 6596 / Verwendungszweck: Hafemeister
Mehr zur geplanten Ausstellung
Diese Ausstellung verspricht fröhlich, wimmelig und fritzig zu werden: Vielen Potsdamern ist Jörg Hafemeister durch seine MAZ-Mittwochkarikaturen kein Unbekannter. In ihnen kommentiert er Stadt- und Tagespolitik und auch die Brandenburger Landespolitik ist vor ihm nicht sicher. Nun zeigt der 1961 geborene Mecklenburger, der seit 1980 Potsdamer ist, in einer Ausstellung auf der Freundschaftsinsel erstmals ganz Unterschiedliches aus 40 Jahren Schaffenszeit.
Dabei erzählen viele Plakate und Bilder gleichzeitig Zeitgeschichte, denn Hafemeister warb schon zu DDR-Zeiten für den Babelsberger Lindenpark, (u.a. mit dem Slogan: „Potsdam ist berühmt für seine Parks.“). Seine Zeit im Lindenpark vor und nach der Wende fasst Hafemeister so zusammen:“Erst mit dem Kopf durch die Mauer, dann mit dem Bus durch die Wand“. Die ausgestellten Fotos vom Doppelstockbus, der nach der Wende für viele Jahre den Lindenpark-Saal prägte, erinnern an unorthodoxe Ideen und jede Mengr Tatendrang. Ebenfalls Teil der Ausstellung: Zahlreiche Wimmelbilder, Illustrationen und Plakate. Und auch die bekannten „Männecken“-Logos (Hafthorn, Kokopelli, Weinwerk etc.) sind mit von der Partie.
Ebenso wie Hafemeisters alter Ego: Der kleine Fritz spaziert mit großem dreieckigen Hut und langer Nase durch viele Bildern und kommentiert so auf seine Art die Potsdamer Gegenwart. Zum Schluss noch eine kleine Trigger-Warnung: Es kann dem einen oder anderen Potsdamer passieren, sich in der Ausstellung höchstpersönlich selbst zu treffen – als lebensgroße Karikatur. Nicht schlimm: Friedrich der Große ist ja als Hafemeisters kleiner Fritz auch ganz sympathisch.
Seit dem Frühjahr 2025 widmete sich der Berliner Künstler Christopher Lehmpfuhl auf Einladung des Fördervereins des Potsdam-Museums ein ganzes Jahr lang dem Alten Markt. Aus verschiedenen Perspektiven und zu verschiedenen Jahreszeiten malte er einen der bekanntesten Plätze Deutschlands. Das Ergebnis dieses Arbeits-Zyklus – über 30 Ölbilder, Aquarelle, Grafiken und Leuchtkästen – ist noch bis zum 25. Oktober 2026 in einer Ausstellung im Potsdam Museum direkt am Alten Markt zu sehen sein – parallel zur Museums-Ausstellung „Platz____ für Neues? Visionen für den Alten Markt 1945-2025“.
Christopher Lehmpfuhl: Alter Markt im Mittagslicht, 2025, Öl auf Leinwand, Repro: Uwe Walter, VG Bild-Kunst Bonn, 2026
Platz für Neues? – Das ist der Titel der nächsten Sonderausstellung im Potsdam Museum zu den städtebaulichen Visionen für den Alten Markt zwischen 1945 und 2025, auf die uns die beiden Kuratorinnen Wenke Nitz und Uta Kumlehn auf den ersten Seiten unseres aktuellen ATLAS-Magazins neugierig machen.
Platz für Neues – Das bietet das Museum auch unserem Verein immer wieder für eigene Projekte. Und so freuen wir uns schon auf die Ausstellung von Christopher Lehmpfuhl, der seit einigen Monaten für uns den Alten Markt aus verschiedenen Perspektiven malt. Wie es zu diesem Projekt kam und welche Bilder wir ab Ende Mai im Museum erwarten können, lesen Sie in der Titelstory.
Dank der Unterstützung unserer Mitglieder konnten wir anlässlich unserer Mitgliederversammlung ein Gemälde von Max Koch in die Sammlung des Potsdam Museums übergeben. Vielen Dank!
Max Koch, Schloss Sanssouci (um 1910), Öl auf Sperrholz.