Zur Vorbereitung der Ausstellung „Platz für Neues? Visionen für den Alten Markt 1945–2025“ (16.05.2026 – 25.10.2026 Potsdam Museum) sollen eine Reihe von historischen Sammlungsobjekten in einen ausstellungsfähigen Zustand versetzt werden.
Wir würden uns freuen, wenn Sie für eines oder mehrere Objekte spenden würden. Wir freuen uns auch natürlich auch über Teilbeträge.
Spendenkonto:
Förderverein des Potsdam-Museums e.V.
Mittelbrandenburgische Sparkasse
IBAN: DE 3016 0500 0035 0301 6596
BIC: WELADED1PMB
Verwendungszweck: Restaurierung Alter Markt (ggf. Nr. Wunschobjekt) / Adresse des Spenders für Spendenbescheinigung
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NOCH NICHT FINANZIERTE SPENDENOBJEKTE
Objekt 6 (AT-2024-6)

Architektenkollektiv Sepp Weber, Zentrum Potsdam, Zentraler Platz, 1960, Zeichenstift auf Pappe, 50 x 179,50 cm
Der Aufriss zeigt – parallel zur Projektion des Architektenkollektivs Hermann (Inv.-Nr. AT-2024-4) – das Zentrum Potsdams mit dem hier als „Zentralen Platz“ benannten Stadtraum an der Alten Fahrt. Die Gebäude sind von Südwesten nach Nordosten wie an einer Perlenschnur aufgereiht und reichen von einem Hotelneubau über die Lange Brücke zu Stadthalle, Bibliothek, Kino und Gaststätte und daran anschließender Wohn- und Verwaltungsbebauung bis zur geplanten Packhofbrücke an der später überbauten gleichnamigen Straße im Zentrum-Süd.
Die Zeichnung muss trockengereinigt werden, um Flecken zu mindern. Einige Ablösungen müssen gesichert werden.
Benötigte Spendensumme: € 330,00
Objekt 9 (77-14-K1)

Otto Heinrich, Rummel vor der zerstörten Nikolaikirche in Potsdam, 1951, Aquarell auf Karton, 53 x 75 cm, Foto: Arbeitsfoto Potsdam Museum
Otto Heinrich (1891–1967) zog 1920 von Berlin nach Potsdam und machte seine neue Wahlheimat wie kaum ein anderer Künstler zu seinem Hauptmotiv. Mit leuchtenden Farben und lockerer Pinselführung fing er die unterschiedlichen Jahreszeiten Am Kanal, auf den Straßen und Plätzen der ehemaligen Residenzstadt ein. Beschwingt flanierende Menschen verleihen seinen Szenen eine heitere Lebendigkeit – selbst nach 1945 fand er nach einer kurzen Phase erdiger und grauer Töne zurück zu seiner bunten Vorkriegspalette. Das „neue“ Potsdam wurde jedoch nie sein Motiv.
In diesem Aquarell mit einem Blick von Westen auf einen Jahrmarkt an der Nikolaikirche zeigt Heinrich Hoffnung inmitten von Ruinen. Linkerhand ist die Fassade des Eckhauses Am Alten Markt 12 / Kaiserstraße zu erkennen; halb verdeckt von der Kirche das Alte Rathaus und der Obelisk. Viele Familien sind auf dem Weg zum Rummel. Fahnen flattern im Wind, während das kreisende Karussell die Bewegung des Vogelschwarms am Gerüst des Kuppeltambours aufnimmt. Das Blatt ist unten rechts signiert und auf August 1951 datiert.
Das Aquarell muss trockengereinigt und die vorderseitig angebrachten Klebebänder gelöst werden. Mehrere einlaufende Risse müssen geschlossen und retuschiert werden.
Benötigte Spendensumme: € 279,65
Davon bereits gespendet: 95 € (34 %)
Objekt 14 (90-4796-M)

Gerda Ebert, o. T. (Alter Markt, Theaterrohbau), 1990, Öl auf Hartfaser, 79,5 cm x 104,2 cm, Foto: Arbeitsfoto Potsdam Museum
Kurz nachdem der Abriss des Theaterrohbaus auf dem Alten Markt beschlossene Sache war, inspirierte der Moment des temporären Stillstands auf dem Platz die Geltower Künstlerin Gerda Ebert (geb. 1946) zu einem großformatigen Gemälde. Mittels Überblendungen, die an Lyonel Feiningers „prismaistische“ Architekturbilder erinnern, schuf Ebert einen Raum, der Verschiebungen innerhalb von Zeit und menschlichen Bestrebungen offenlegt. Leicht versetzt von der Bildmitte führt ein helles Portal von den Stufen der Alten Fahrt Richtung der in große Ferne gerückten Nikolaikirche. Allein Tympanon, Säulentambour und Kuppel sind erkennbar, nehmen die Farbigkeit des Portals auf und steuern ein helles Blau für den Himmel hinzu. Links sind hinter einem kleineren Portal unterschiedlich große geometrische Formen übereinander angeordnet, farblich abgesetzt in rötlicher, terrakottafarbener Plastizität. Eine doppelte Reihe kleiner quadratischer Öffnungen erinnert an die Ankerlöcher in der Verschalung des Theaterrohbaus, der nach Jahrzehnten von Planungen unerwartet Raum für neue Möglichkeiten schuf. Das Gemälde entstand beim Pleinar 1990 und gelangte über einen Ankauf der Bezirksverwaltungsbehörde Potsdam an das Museum.
2023 schenkte Gerda Ebert dem Potsdam Museum vermittelt über Sabine Braun und den Förderverein des Potsdam-Museums e.V. 20 Gemälde und Zeichnungen aus ihrem Oeuvre seit den 1980er Jahren. Aktuell wird ihr Werk für die Datenbank Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg erfasst. Vom 22.11.25–22.02.26 zeigt der Potsdamer Kunstverein e.V. die Doppelausstellung „über Form und Verwandlung“ mit Gerda Ebert und Jörg Limberg (geb. 1955).
Die benötigten Maßnahmen umfassen:
1. Reinigung der Malschicht
2. punktuelle Retusche
3. Reinigung, Retusche und Glanzausgleich der Rahmenoberfläche
4. museumsgerechte Einrahmung
Benötigte Spendensumme: € 476,00
Davon bereits bezahlt 50,00 (10 %)
Objekt 15 (BK-2023-136)

Wolfram Baumgardt, Begegnung am Alten Markt, 1985, Öl auf Leinwand, 130 x 110 cm, Foto: Arbeitsfoto Potsdam Museum
Der Titel des vor rund vierzig Jahren entstandenen Gemäldes von Wolfram Baumgardt (geb. 1941) führt gekonnt in die Irre. Hier findet keine Begegnung statt, vielmehr queren den Platz Passanten, die sich auf dem schachbrettartig gemusterten Plattenbelag kompositorisch nah sind, jedoch keine weiteren Berührungspunkte haben. Ein junger Mensch kommt den Betrachtenden entgegen, ohne sie wahrzunehmen. Mit entspanntem Blick, die Hände lässig in den Jackentaschen vergraben, kreuzt er unseren Weg Richtung Havel. Im Hintergrund sind das Institut für Lehrerbildung, Nikolaikirche, Obelisk und Altes Rathaus mit dahinterliegender Wohnbebauung zu erkennen. Einige Autos sind hinter der Brunnenanlage geparkt. Eigentlicher Star des Gemäldes und der Grund für den abgelenkten Blick der jungen Person im Bildvordergrund sind jedoch die von einem Band gefassten Kugelleuchten, besser bekannt als „Froschauge“ oder Fußgängerzonenleuchte (FZL), die mittlerweile aus dem Stadtbild verschwunden sind (freundliche Hinweise von Robert Leichsenring). Sie führen aus der oberen rechten Bildhälfte in die Tiefe des Raumes und scheinen den Weg auch daraus hinaus zu weisen.
2023 schenkte der Potsdamer Künstler Wolfram Baumgardt dem Potsdam Museum ein umfangreiches Konvolut an Gemälden und Zeichnungen. Im vergangenen Jahr veranstaltete der Förderverein des Potsdam-Museums e.V. auf Wunsch des Künstlers einen großzügigen Verkauf von Werken aus seinem Atelier zugunsten des Vereins.
Die benötigten Maßnahmen umfassen:
- Reinigung des Objekts von lockerem Oberflächenschmutz
- Abnahme der verfestigten Schmutzauflage von der Malschicht
- Festigung von Malschichthebungen
- Kittung von Verlusten in der Malschicht
- Retusche der Kittungen
- museumsgerechte Einrahmung
Benötigte Spendensumme 1.-6.: € 714,00
7. Anfertigung eines einfachen Profilrahmens für das ungerahmte Gemälde
Benötigte Spendensumme Rahmen: € 595,00
Spendenkonto:
Förderverein des Potsdam-Museums e.V.
Mittelbrandenburgische Sparkasse
IBAN: DE 3016 0500 0035 0301 6596
BIC: WELADED1PMB
Verwendungszweck: Restaurierung Alter Markt (ggf. Nr. Wunschobjekt) / Adresse des Spenders für Spendenbescheinigung
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