Ein ganzes Viertel Leben – Fotobuch zum Holländischen Viertel braucht Unterstützer

Förderverein des Potsdam Museum startet Aktion auf Crowdfunding-Plattform der Stadtwerke Potsdam

Der Förderverein des Potsdam Museums hat am 22.11.2022 über die von den Potsdamer Stadtwerken initiierte Potsdam-Crowd eine neue Spendenaktion gestartet.  Bis zum 12.12.2022 sollen insgesamt 12.000 Euro über die Plattform gesammelt werden. Das gesammelte Geld fließt in den Druck und die Gestaltung eines Fotobuches mit dem Titel „Ein ganzes Viertel Leben | Eberhard Thonfeld. 1978. Holländisches Viertel“. Neben einer normalen Spende können als Dank für eine finanzielle Unterstützung bereits Bücher zu einem Subskriptions-Sonderpreis bestellt werden. Besonders freigiebige Unterstützer können zudem ihren Namen in der gedruckten Fassung des Buches verewigen lassen oder ein signiertes Exemplar des Buches als Prämie bestellen. 

Foto: Eberhard Thonfeld

Dank einer Spende der Fielmann-Stiftung konnte das Potsdam Museum kürzlich 255 Fotos des Holländischen Viertels von Eberhard Thonfeld ankaufen. Die Aufnahmen entstanden Ende der 70er Jahre im Rahmen seiner Abschlussarbeit des Fotografie-Studiums an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Eine große Auswahl dieser Fotos soll nun in dem Buch „Ein ganzes Viertel Leben | Eberhard Thonfeld. 1978. Holländisches Viertel“ veröffentlicht werden. Die ausdruckstarken schwarz-weiß-Fotografien nehmen den Betrachter mit auf eine Zeitreise. Sie zeigen den historischen Zerfallsprozess des barocken Ensembles mit leergewohnten Häusern, morbiden Straßenzügen, Dächerfluchten und abgebröckeltem Putz. Sie blicken aber auch in ein Viertel voller Alltäglichkeiten mit Handwerkern, Kindergarten, Hinterhofidyllen und zurückgebliebenen, vor allem älteren, Menschen. Lyrische Texte von René Granzow begleiten die eindrücklichen Fotografien von Eberhard Thonfeld mit eigenen sprachlichen Assoziationen.

Beim Erfolg der Spendenaktion wird das Buch vom Förderverein des Potsdam Museums herausgegeben und vom Potsdamer Gestalter Peter Rogge mit der Potsdamer Druckerei Rüss im 1. Quartal des Jahres 2023 produziert.

Unsere Crowdfunding-Aktion startete am 22.11.2022 unter
www.potsdam-crowd.de/einganzesviertel

„Atlas im Ruhemodus“ schläft dauerhaft im Potsdam Museum

Mit Hilfe von 21 privaten Spenderinnen und Spendern und der Bürgschaftsbank Brandenburg konnte der Förderverein des Potsdam Museums heute die Plastik „Atlas im Ruhemodus“ an die Kulturbeigeordnete Noosha Aubel übergeben.

Die satirische Plastik des Potsdamer Künstlers Rainer Sperls nimmt Bezug auf das Alte Rathaus, das seit 2012 Sitz des Potsdam Museums ist. Der ansonsten auf der Kuppel thronende Atlas, der das Himmelsgewölbe auf seinen Schultern trägt, ist nun bei Sperl vom Dach herabgestiegen, hat die goldene Kugel beiseitegelegt und ruht sich – mit dem Weinglas in der Hand – aus. 

Rainer Sperl, Atlas im Ruhemodus, 2021, Foto: Michael Lüder

Rainer Sperl sagt zu seinem Kunstwerk: „Ich wollte mit meiner Arbeit Bezug auf das Haus nehmen, um die Menschen zu erfreuen. Meine Plastik rät allen Menschen zur gelegentlichen Entschleunigung. Mein Atlas ist deswegen im Ruhemodus – ein vorübergehender Dienstverweigerer“.

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Skarbinas Lustgarten für das Potsdam-Museum

Der Förderverein des Potsdam-Museums hat aus einer bedeutenden Potsdamer Privatsammlung ein wertvolles Gemälde als Schenkung für die städtische Kunstsammlung erhalten. Die gut erhaltene Gouache aus dem Jahr 1903 zeigt eine Exerzierübung des 1. Garderegiments zu Fuß in Dienstuniform im Potsdamer Lustgarten.

Franz Skarbina (1849 – 1910): Der Lustgarten in Potsdam, 1903, Gouache, Foto: Michael Lüder, Sammlung Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte

Das Kunstwerk stammt aus der Hand des bekannten Berliner Impressionisten Franz Skarbina (1849 – 1910), der auch einer der Mitbegründer der Berliner Secession war. Werke von ihm sind in bedeutenden deutschen Museen (u.a. Nationalgalerie Berlin, Berlinische Galerie, Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Neue Pinakothek München, Bröhan-Museum Berlin) vertreten. „Für die Sammlung des Potsdam-Museums ist es das erste Werk von Franz Skarbina“, freut sich Fördervereinschef Markus Wicke, der dem anonym bleiben wollenden Mäzen für seine Schenkung herzlich dankte.

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ATLAS-Magazin Nr. 2 erschienen

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Aus dem Inhalt:

Zimmermanns Einspänner
Ein Stück Wagenbautradition kehrt zurück
Das Fotogedächtnis der Stadt
Judith Granzow in der fotografischen Sammlung
„Villa Kayser“ oder Schlösschen?
Ein erworbenes Gemälde wirft Fragen auf
Ein Potsdamer erzählt Geschichte
Thomas Wernickes Lieblingsobjekte
„… wie wärs denn mit Potsdam?“
Stadthistoriker Hartmut Knitter erinnert sich
„… einen Knopf dran bekommen“
Noosha Aubel im Interview
Verzeichnis der Verluste
Beispiel Daniel Chodowieckis Friedrich II.

80.000 € Einnahmen, Lotte-Laserstein-Stadtansicht und interessante Aussichten für Museumserweiterung in 2022

Trotz aller Einschränkungen, die vor allem auch das soziale Vereinsleben stark beeinträchtigt haben, konnte der Förderverein des Potsdam-Museums eine sehr gute Bilanz seiner Arbeit für das Jahr 2021 ziehen. „Mit über 80.000 Euro Einnahmen haben wir finanziell eines der besten Ergebnisse unserer bisherigen Geschichte erzielt – und dies ohne einen einzigen Cent öffentlicher Förderung. Dies war nur mit der Unterstützung der mehr als 270 Mitglieder und vieler Förderer möglich“, so der Vereinsvorsitzende Markus Wicke.

Das Projekt mit der größten Beteiligung und Reichweite war nach Vereinsangaben die Crowdfunding-Aktion zur Herausgabe des Buches „Unterwegs in Potsdam und Umgebung. Fotografien aus dem Atelier Eichgrün zwischen 1890 und 1952.“

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