Potsdamer Stadtansicht von Lotte Laserstein als Schenkung für das Potsdam Museum

Bedeutende Ölskizze zeigt verlorenes Potsdam-Panorama von 1929/30.

Der Vorsitzende des Fördervereins des Potsdam-Museums, Markus Wicke, hat am 19.03.2021  gemeinsam mit Museumsdirektorin Jutta Götzmann eine bedeutende Neuerwerbung für die Sammlung des Potsdam Museums vorgestellt. Es handelt sich dabei um die Ölskizze „Ansicht Potsdam (Im Park)“ von Lotte Laserstein (1898–1993) aus dem Jahr 1929/30, die vom Förderverein Anfang  März aus schwedischem Besitz angekauft werden konnte.

Lotte Laserstein: Ansicht Potsdam (Im Park) I 1929/30 I Öl auf Holz I 15×34 cm (C) I Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte  (Foto: Michael Lüder)

Die Finanzierung des Ankaufs gelang über Spenden sechs privater Kunstfreunde, einer Spende des Rotary Club Potsdam und aus Vereinsmitteln. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir durch diese große Unterstützung innerhalb von zwei Wochen die nötigen Mittel für einen Ankauf aufbringen und so dieses in Potsdam gemalte Bild zurück an den ursprünglichen Entstehungsort bringen konnten“, so der Vereinsvorsitzende Markus Wicke.

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Frischer Fischer fischt im Stadtkanal

Erneut ist dem Förderverein der Ankauf und die Restaurierung eines Gemäldes des bekannten Potsdamer Malers Max Koch gelungen. Ebenso wie der letzte Ankauf beim „Bares für Rares“ Händler David Suppes zeigt es wieder die zerstörte Potsdamer Kellertorbrücke. Dieses Mal ist jedoch die Perspektive anders: Im Hintergrund sieht man das frühere Offizierscasino der „Gardes du Corps“, und im Vordergrund ist ein Fischer mit einem Kahn zu sehen.

Das von der Potsdamer Diplom-Restauratorin Regina Klug gereinigte Bild. Foto: Regina Klug.

Das Bild und der originale Rahmen mussten dringend restauriert werden. Weiterlesen

Frischer Blick vom Babelsberg

Restaurierte Potsdam-Vedute ans Potsdam Museum übergeben

Nach einer aufwändigen Restaurierung konnte dem Potsdam Museum durch seinen Förderverein Anfang März eine großformatige Potsdam-Vedute als Schenkung übergeben werden. Das in einem Auktionshaus erworbene Ölgemälde zeigt die Stadt, wie sie sich dem Spaziergänger im ausgehenden 19. Jahrhundert vom Park Babelsberg aus präsentierte. Standort des Betrachters ist die Anhöhe unterhalb des Flatowturms.

Das großformatige Gemälde nach der Restaurierung (Foto: Oliver Max Wenske).

Der Blick geht über die Havel auf die Stadtsilhouette mit ihren markanten Bauten und reicht links vom Brauhausberg mit dem Belvedere bis zur Leibgarde-Husaren-Kaserne am rechten Bildrand. Unterhalb der Heiligengeistkirche ist der nicht mehr erhaltene Heckers Kalkofen zu erkennen, links daneben sieht man Liebischs Meierei, das heutige Havelhaus, das nach einem Brand im Jahr 1883 sein neues Aussehen von Reinhold Persius erhielt. Zahlreiche Staffagefiguren beleben die Szenerie im spätbiedermeierlichen Stil.

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Aus dem Schuppen in die Schule

Peter Rohns großformatiges Wandbild „Havelland“ kehrt nach 25 Jahren zurück in die Öffentlichkeit

Der Förderverein der Voltaireschule Potsdam freut sich seit Kurzem über ein Kunstwerk des bekannten Potsdamer Künstlers Peter Rohn, das in der Schul-Cafeteria an der Lindenstraße aufgehängt wurde.   
Das großformatige Gemälde (8,75 m x 2,40 m, aufgeteilt in sieben Panele) aus dem Jahr 1983 war ursprünglich eine Auftragsarbeit für die Kantine eines obstverarbeitenden Betriebs in Potsdam-Mittelmark. Dort wurde das Gemälde im Zuge des Verkaufes des Betriebes durch die Treuhand obsolet und konnte vom Maler selbst geborgen werden. 

Peter Rohn vor einem der insgesamt sieben Panele des großformatigen Wandbildes. Foto: Susanne K. Fienhold Sheen.

Danach lagerte das Bild über 25 Jahre im Schuppen einer mit dem Maler befreundeten Potsdamer Familie. Als Susanne K. Fienhold Sheen vom Förderverein des Potsdam-Museums davon erfuhr, bemühte sie sich, für das Gemälde einen passenden, öffentlichen Platz in Potsdam zu finden. Weiterlesen

Förderverein nimmt zu Umzugsplänen Stellung

Der Förderverein des Potsdam-Museums hat sich besorgt zu den Plänen der Stadtverwaltung für einen Umzug der gesamten Museumsbestände in ein bisher unbekanntes Zwischendepot geäußert.

„Wir haben die große Befürchtung, dass das Zwischendepot dann die endgültige Lösung für das wertvolle historische und künstlerische Gedächtnis der Stadt darstellen könnte.“, so der Vereinsvorsitzende Markus Wicke in einer Stellungnahme. „Wir fordern daher von der Stadtverwaltung eine Garantie, dass die Museumsobjekte aus dem Zwischendepot dann auch tatsächlich in das geplante Zentraldepot überführt werden.“, so Wicke weiter.

Darüber hinaus macht aus Sicht des Vereins ein Umzug in ein Zwischendepot nur dann Sinn, wenn der neue Standort in Punkto Klimatisierung, Brandschutz und Sicherheit eine deutliche Verbesserung zu den jetzigen Lagerungsbedingungen bedeutet und der Umzug gleichzeitig mit einer Generalinventarisierung aller Objekte verbunden ist. „Wir fordern daher, dass das fachkompetente Museumspersonal sowohl bei der Auswahl des Zwischendepots als auch der Wahl eines professionellen Umzugslogistikers mit Museumserfahrung beteiligt wird, denn aus eigener personeller Kraft wird das Museum diese Aufgabe nicht stemmen können“, so der Vereinsvorsitzende.

„Ein Museumsdepot zieht man nicht mal eben so um, wir befürchten aus den bisherigen Erfahrungen, dass die Stadtverwaltung diese Aufgabe komplett unterschätzt“. Man werde daher die weitere Entwicklung aus Sicht der im Verein organisierten Bürgerschaft sehr genau beobachten. „Das Museumsdepot ist unsere Schatzkammer, und wir möchten, dass man mit unseren Schätzen ordentlich umgeht, für deren Sammlung, Präsentation und Erhaltung wir uns in den zurückliegenden Jahrzehnten mit großem bürgerlichen und finanziellen Engagement stark eingesetzt haben.“ so Wicke abschließend.