Max-Baur-Korrespondenz geht an das Potsdam Museum

Korrespondenz von Max Baur. Foto: Förderverein des Potsdam Museums

Korrespondenz von Max Baur. Foto: Förderverein des Potsdam Museums

Der Vorsitzende des Fördervereins des Potsdam-Museums e.V. Markus Wicke überreichte am 5. Oktober 2010 der Museumsleiterin Dr. Jutta Götzmann eine wertvolle Schenkung für die fotografische Sammlung des Museums. Es handelt sich dabei um mehr als 120 teils handgeschriebene, teils maschinengeschriebene Briefe, die zwischen den Jahren 1963 und 1984 zwischen dem bekannten Potsdamer Fotograf Max Baur und dem West-Berliner Rembrandt-Verlag wechselten. In diesem renommierten Kunstverlag erschienen die Bücher „Potsdam wie es war“ (1963) und „Potsdam/Sanssouci – Bilder der Erinnerung“ (1981), die wichtigsten und zugleich erfolgreichsten Nachkriegsveröffentlichungen Max Baurs. Er war seit 1934 in Potsdam tätig, wo seine berühmten stimmungsvollen schwarz-weiß-Aufnahmen entstanden, bevor er die Stadt im Jahr 1953 in Richtung Westen verließ.

„Mit dieser Schenkung wollen wir die in der Sammlung des Museums befindlichen Baur-Fotos um einen archivalischen Teil zur Werksgeschichte Max Baurs ergänzen, einerseits um sein Wirken für die Erinnerung an das alte Potsdam zu würdigen, andererseits um neue kunsthistorische Erkenntnisse, etwa zu den ästhetischen Ansprüchen Baurs an die Wiedergabe seiner Fotos zu gewinnen“, so Markus Wicke zu den Beweggründen der Schenkung, deren Finanzierung in voller Höhe durch ein Spende von einem anonym bleiben wollenden Mitglied des Fördervereins gesichert wurde. Jutta Götzmann würdigte die Korrespondenz als wichtige Erweiterung der Sammlung Schrift und Druck, die in idealer Weise die Max Baur-Fotosammlung ergänzt. Schwerpunkte der Baur-Sammlung im Potsdam Museum bilden Fotos des historischen Stadtzentrums und der Schlösser und Gärten, die zum großen Teil aus der Städtischen Lichtbildstelle stammen. Auch zahlreiche Publikationen von Max Baur befinden sich im Besitz des Museums.

Der Neuzugang für die Sammlung des Potsdam Museums ist jedoch nicht nur für Kunsthistoriker aufschlussreich. Die umfangreiche Korrespondenz zeigt auch den Menschen Max Baur hinter der Kamera, seinen kompromisslosen Qualitätssinn, seine Liebe zur Fotografie und zu Potsdam als seinem Lieblingsmotiv.

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