Ausstellung „Zwischen Abriss und Aufbau“ in Nikolaikirche

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Tilo Catenhusen, Foto: Susanne Stich

Die Evangelische St. Nikolaigemeinde und der Förderverein des Potsdam-Museums haben am 03. Juli 2011 die gemeinsame Ausstellung „Zwischen Abriss und Aufbau. Der zerstörte Alte Markt in Amateur-Fotografien von Tilo Catenhusen.“ eröffnet. Die Ausstellung, die von der Dipl.-Designerin Susanne Stich gestaltet wurde, zeigt über 20 historische Amateurfotografien des Potsdamers Tilo Catenhusen (Jahrgang 1937), der aus Anlass der Ausstellung insgesamt 60 Negative der damaligen Aufnahmen an die Sammlung des Potsdam-Museums übergab. 

In den 1950er Jahren fuhr der damalige Schüler Tilo Catenhusen (im Foto mit seinem alten Fotoapparat) mit dem Fahrrad von Fahrland kommend fast täglich an der Schlossruine entlang zur Humboldtschule in der Heinrich-Mann-Allee. „Ich wuchs mit den Trümmern auf, die Stadt kannte ich ja nicht vor der Zerstörung. Doch bedrückt hatte mich dieser Anblick schon, und so machte ich mit meinem frisch erstandenen ersten Fotoapparat eine Reihe von Aufnahmen von diesem traurigen Potsdamer Alten Markt.“, beschreibt er die damaligen Beweggründe für die Entstehung der eindrücklichen Amateurfotos.
Nach 50 Jahren fiel ihm dieser Film wieder in die Hände, und er ließ sich beim Fotografen die Negative einscannen; zunächst nur für sich selbst, dann auch für interessierte Freunde. Bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wiederaufbau der historischen Mitte schließlich berichtete er von seinen Aufnahmen und erregte das Interesse des Fördervereins des Potsdam-Museums.

„Wir haben uns dann entschieden, eine Ausstellung mit diesen berührenden Fotos  zu machen und damit daran zu erinnern, welche historische Bausubstanz durch den sinnlosen Abriss der Stadtschloss verloren gegangen ist, aber auch den Wiederaufbau der Nikolaikirche und des Alten Rathauses samt Knobelsdorffhaus in Erinnerung zu rufen“, so Markus Wicke, der die Ausstellung gemeinsam mit Harald Geywitz kuratiert hat. Er dankte vor allem Vereinsmitglied Susanne Stich für die die ehrenamtliche Arbeit bei der Gestaltung und dem Aufbau der Ausstellung sowie den Mitgliedern Peter Rogge, der die Fotos noch einmal neu für die Ausstellung einscannte und Hartmut Knitter, der die Texte durchsah.

Die Ausstellung ist auf der Seitenempore der Nikolaikirche auf dem Weg zur Turmkuppel bis zum zu sehen. Foto: Susanne Stich

Die Ausstellung wurde unterstützt durch:

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