Der Förderverein des Potsdam-Museums hat in einem Potsdamer Privathaushalt 15 stark beschädigte Offiziersporträts entdeckt, die aus dem früheren Potsdamer Garnisonmuseum stammen und bisher als komplett zerstört bzw. als verschollen galten. Neun Gemälde wurden im Jahr 2019 in der Ausstellung „Umkämpfte Wege der Moderne. Geschichten aus Potsdam und Babelsberg 1914-1945“ erstmals seit 1944 wieder öffentlich gezeigt. Weitere sechs Gemälde wurden an den früheren Besitzer, den Semper talis Bund, in dessen militärhistorische Sammlung gegeben.
Der Fördervereinsvorsitzende Markus Wicke stellte den Gemäldefund heute gemeinsam mit der Museumshistorikerin Dr. Wenke Nitz, dem Museumskonservator Oliver Max Wenske und Ernst Schüßling vom Semper talis Bund vor. Markus Wicke entdeckte die 15 Gemälde vor einigen Monaten bei einem Mitglied des Fördervereins, dessen Familie die stark zerkratzten Leinwände seit den 1950er Jahren aufbewahrte und nun dem Förderverein als Schenkung zur Verfügung stellte.
Die historischen Porträts zeigen Offiziere des 1. Garde-Regiments zu Fuß, die in den Kriegen 1866 (sog. „Deutscher Krieg“ zwischen Österreich und Preußen) und 1870/71 (Deutsch-Französischer Krieg) gefallen sind. Weiterlesen

Als einen Höhepunkt im Europäischen Kulturerbejahr 2018 – Sharing Heritage präsentierten der Förderverein des Potsdam-Museums und die Landeshauptstadt Potsdam am 25.09.2018 das Buch „Kulturerben in Potsdam“, das als Informationsmaterial von beiden Partnern herausgegeben wurde. „Nach der politischen Wende von 1989 wurden in Potsdam ungewöhnlich viele Menschen aktiv und engagierten sich für das kulturelle Erbe ihrer Stadt. Das ist bundesweit herausragend, wenn nicht ein Alleinstellungsmerkmal für Potsdam“, sagt Sabine Ambrosius vom Bereich Untere Denkmalschutzbehörde der Landeshauptstadt Potsdam. Die Ehrenamtlichen in der Bau- und Gartenkultur widmen sich der Pflege, dem Erhalt, der Belebung oder der Vermittlung des bau- und gartenkünstlerischen Erbes. „Sie bekennen sich dazu, nutzen und verwalten es, um es später an die nächste Erbengeneration weiter zu geben – sie sind Kulturerben“, so Ambrosius.