#WIRSAMMELN // 3 Gläserne Zeugen der Alltagskultur und Markengeschichte

Der Sammler widmet sich im Potsdamer Weltkulturerbe aus Schlössern und Gärten gezielt der Alltagskultur. Als Marketingexperte demonstriert er in seinem Marketing-Cabinet am Beispiel historischer Behälter und Flaschen die Entwicklung des Markenartikels. Als Galerist bietet er Exponate zum Anfassen, als Blogger organisiert er ein weltweites Sammler-Netzwerk.

EAU – ALLES FLIESST: Das Marketing-Cabinet des Sammlers steht im Zeichen von Wasser und Zeit. Schaudepot und Fundus für individuelle Führungen und Referate.

Das Thema ist die Entstehung des Marketings, orientiert an der Coca Cola-Flasche. Sie ist der bekannteste Markenartikel der Welt. Der Sammler erforscht ihre Geschichte, gräbt nach den Wurzeln.  Entdeckt das Wasser als Essenz des Lebens und liquides Lebensmittel mit Geschmack und Wirkung. Das Leitungswasser als Grundnahrungsmittel. Historische Weltgetränke wie Bier, Tee oder Wein.  Hochgeistiges wie Spirituosen oder Essenzen.

Die Sammlung umfasst Flaschen ab 1700, Hohlkörper sind die älteste Produktverpackung der Welt.  Im Fokus steht die Pionierzeit deutscher Weltmarken. Mit Johann Maria Farina, 1709 Begründer des  Eau de Cologne. Mit Jacob Schweppe, 1783 Entwickler des ersten industriellen Softdrinks. Oder Bayer,  seit 1863, der internationale Drogist. Sie alle eint der Geist aus Forschung, Innovation und Unternehmung.  Daher der Sammlungsname „spiritschweppes“.
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#WIRSAMMELN // 2 Goethe als Erbstück

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J.W.Goethe als „Orest“, Abguss nach einer Büste von Gottlieb Martin Klauer in Weimar, 1780. Foto: privat

Zum 125jährigen Jubiläum der Firma Freyberg aus Delitzsch wurde diese Plastik von einer Büste aus der Goethe-Zeit abgeformt. Diese ist eine von vielleicht noch zehn erhaltenen Kopien, die allesamt in Familienbesitz und quer über Deutschland verteilt sind.

Auch das seltene Original befindet sich im Besitz der Familie Freyberg und stammt von Carl Christian Freyberg – Apotheker und Gutsbesitzer in Delitzsch.
Gründer war Ernst Freyberg, die Firma: „Chemische Fabrik Delicia“ in Delitzsch, Spezialunternehmen für Schädlingspräperate seit 1817.
Unter der Rubrik #WIRSAMMELN stellen wir in loser Folge Objekte der Sammelleidenschaft unserer Mitglieder vor.  Alle Einträge erfolgen anonym. Wenn Sie Fragen dazu haben oder einen Kontakt zum Sammler wünschen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns per E-mail unter wirsammeln@fvpm.de auf; wir vermitteln Sie dann gern an den Sammler.  

#WIRSAMMELN // 1 Die Rettung eines Borghard

Es war einer dieser nutzlosen Sonntagnachmittage, die es mit Schönem zu Füllen galt. Also auf ins Auktionshaus Dannenberg, das sich damals noch in einem ehemaligen Supermarktgeschäft mit Westberliner Charme der 1960er Jahre befand. Oben gab es die guten, teueren Sachen; unten im Keller bot man „Varia“ minderer Qualität feil.

Art(h)ur Borghard, ohne Titel, ohne Jahr, Öl auf Leinwand, Privatbesitz.

Genau dazwischen und aufgrund der Enge kaum richtig sichtbar fiel mir ein am Treppengeländer lieblos aufgehängtes, impressionistisches Landschaftsbild auf. Es war völlig verstaubt, der Keilrahmen verzogen und der Schmuckrahmen etwas zu groß. Alles machte einen fragilen, aber doch interessanten Eindruck. Ich blieb stehen und begann mich in das Bild zu verlieben, zugegebenermaßen auch aus Mitleid ob des Zustands. Weiterlesen

Karl-Hagemeister-Kalender 2020 erschienen

Vom 8. Februar bis zum 5. Juli 2020 widmet das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte dem überregional bekannten märkischen Maler Karl Hagemeister eine retrospektive Sonderausstellung mit dem Titel „KARL HAGEMEISTER »…das Licht, das ewig wechselt.« Landschaftsmalerei des deutschen Impressionismus“. Museumsdirektorin Dr. Jutta Götzmann und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr.

Hendrikje Warmt gaben dazu am 7. November 2019 vor der Kulisse des frisch restaurierten und neu gerahmten Gemäldes „Uferlandschaft“ (1900) einen Ausblick auf die Ausstellung. Das Bild wurde mit Hilfe einer großzügigen Spende des Vereins „Kulturstadt Potsdam e. V.“ restauriert.

Uferlandschaft [Schilfufer], 1900 Öl auf Leinwand, 71 x 116 cm I Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte. Wir danken Kulturstadt Potsdam e.V. für die großzüge finanzielle Unterstützung der Restaurierung.

 „Die Vorbereitungen unserer großen Sonderausstellung laufen auf Hochtouren, mit der wir Karl Hagemeister über die Berlin-Brandenburgische Kulturregion hinaus als bedeutenden deutschen Impressionisten bekannt machen möchten.

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Seltene Mappe mit DDR-Fotos für Friedrich Ebert erworben

IMG_4736Aus Anlass des 15jährigen Jubiläums des Fördervereins des Potsdam-Museums hat der Verein dem Museum im April 2019 eine wertvolle leinengebundene Mappe mit 11 Farbfotos mit Potsdamer Stadtansichten aus dem Jahr 1979 geschenkt. Die Fotos von Horst Albrecht zeigen vorwiegend die von 1950 bis 1990 so genannte „Klement-Gottwald-Straße“ (heute Brandenburger Straße) kurz nach der Sanierung, die ab 1974 aus der verkehrsreichen Straße einen modernen Flanier- und Einkaufsboulevard machte und „169 Wohnungen …. auf das Niveau von Neubauwohnungen“ brachte, wie auf der beigefügten Schrifttafel vermerkt wird.

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Klement-Gottwald-Str. (um 1979, heute Brandenburger Str.). Foto: Horst Albrecht / Sammlung Potsdam Museum

Neben Bildern der sanierten Fassaden sind auch Weiterlesen